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Forstwirtschaft

Ab in den Wald! 

Waldarbeiten sind für die Bewohnerinnen und Bewohner, die in der Landwirtschaft der LebensART Bärau arbeiten, kein Fremdwort. Unzimperliches Zupacken an Holz und Ästen, die frische Luft oder einfach mal ein bisschen weg vom Trubel, dass alles motiviert unsere Bewohnerinnen und Bewohner immer wieder neu für die Arbeiten im Wald. Und Arbeit gibt es da mehr als genug! Sind es doch mehr als 80 Hektaren Wald die bewirtschaftet werden müssen. Mit der mobilen Gruppe – fünf bis acht Mann, in Begleitung eines Betreuers – wird ausgerückt, um diverse Arbeiten rund um Wald und Holz zu erledigen. Dem Einsatz der Bewohnerinnen und Bewohner sind dort beinahe keine Grenzen gesetzt. Oder doch? Natürlich werden die gefährlichen Fäll- und Holzrückearbeiten, den Profis aus dem Landwirtschaftsteam überlassen. Auch Arbeiten mit Motorsäge und Brennholzfräse werden durch ausgebildetes Betreuerpersonal erledigt. Sicherheit hat Vorrang!

Das macht warm!

Die Aufbereitung von Brennholzspälten zu Heizzwecken ist eine Arbeit, die viel Zeit absorbiert. Dabei werden minderwertige Baumstämme und grobes Astmaterial abgelängt (Meterstücke),  mit der Holzspaltmaschine gespaltet und anschliessend exakt aufgeschichtet. Die aktive körperliche Arbeit lässt auch die stärksten Bewohner schwitzen und ermüden. Nicht umsonst sagt man, dass das Brennholz zweimal warm gebe, zuerst bei der Aufbereitung und nachher nochmals als Feuer. Immerhin wurden so im Jahr 2006 ungefähr 180 Ster aufgearbeitet (1 Ster = 1 Raum -m3 aufgeschichtetes Brennholz). Diese Menge entspricht in etwa dem Energiewert von ca. 29'000 Liter Heizöl – CO2 neutral, versteht sich!  Seit dem Betrieb der Holzschnitzelheizung mit Wärmeverbund, ist der Stückholzverbrauch der LebensART Bärau Liegenschaften natürlich nicht mehr so hoch, dennoch verschwinden zwischen 100 und 120 Ster abgetrocknetes Brennholz alljährlich in den verschiedenen Holzöfen. Unter Mithilfe der Bewohnerinnen und Bewohner werden die etwa zwei Jahre getrockneten Brennholzspälten zu „ofenlochgerechten“ Scheitern gefräst und gespaltet, anschliessend geliefert und wo nötig nochmals aufgeschichtet. Sei es für das Lagerhaus Hohmatt, für die Alpkäserei in Gmünden, oder für die Liegenschaften auf der anderen Seite der Ilfis wie die Ramsern, Beerschür oder die Alteney – die Stückholzheizungen werden jeden Winter wieder neu hungrig, entsprechend ist für Nachschub zu sorgen. Übrigens kann man in der Wärchschür oder in der Landwirtschaft auch Brennholz in allen Varianten kaufen – inklusive Hauslieferservice, wenn erwünscht.

Aufräumen und Jungwuchspflege

Verstummen nach erfolgtem Holzschlag die Motorsägen und Traktorenmotoren, gibt es wieder Arbeit für die Bewohnerinnen und Bewohner. Mit Astmaterial zugedeckte Jungbäume müssen freigelegt und Wiesen entlang von Waldsäumen geputzt werden. Auch die Auslese und Bereitstellung von ein paar hundert  weisstannigen Deckästen für die Gärtnerei, sowie anderen Dekogegenständen aus dem Wald, ist Aufgabe der mobilen Gruppe. Der Sinn einiger Bewohnerinnen und Bewohner für originelle Formen (Wurzeln, Äste, Rinde) ist verblüffend. Während den Sommermonaten sind da und dort pflegerische Eingriffe im Jungwuchs notwendig. Dornen und Haselstauden müssen wertvolleren Baumarten weichen. Auch der Unterhalt der Waldwege wird mit Hilfe von Bewohnern erledigt. Mit Pickel und Schaufel werden selbst hergestellte, hölzerne Entwässerungsrinnen auf den Wegen geputzt oder ersetzt. Auch verhelfen ein paar Schaufeln frisches Kies dem einen oder anderen Loch in der Waldstrasse Abhilfe.

Wald als Arbeitsplatz für Autisten

Neuerdings bieten wir auch Beschäftigungsplätze für Autisten im Wald an. Dazu haben wir einen wetterfesten Unterstand in einer Waldlichtung eingerichtet, wo die Kleingruppe ungestört arbeiten kann. Die Gruppe besteht aus maximal fünf Bewohnern aus dem Weidenhaus und zwei Betreuern. Die so genannte „Waldgruppe“ beschäftigt sich mit dem Sammeln, Zuschneiden und Absacken von Brennholz. Die Bewohner zeigten uns bereits auf ihre eigene Art, dass ihnen der neue Arbeitsplatz und das Projekt mit dem Unterstand gefallen. Der Start scheint geglückt!

David Suter

Leiter Landwirtschaft
034 408 25 30
  • MEINE GEFÜHLE SIND IMMER ANDERS. DESHALB BIN AUCH ICH IMMER ANDERS. Bewohner mit Autismus
  • Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein
  • IM KOMMUNIKATIONSATELIER MUSS ICH IMMER DENKEN. MANCHMAL FINDE ICH DAS DOOF. Bewohner mit Autismus
  • Da ich aus dem Behindertenbereich komme, freue ich mich sehr, dass ich in der Aktivierungstherapie der LebensART Bärau lernen und arbeiten darf. Mir gefällt hier die breite Dichte des Klientels und die dadurch entstehende Vielseitigkeit und unterschiedlichen Herausforderungen im Alltag. Nicole Mathys, Lernende Aktivierung
  • IN DER NACHT SCHLÄFT BÄRAU UND AM TAG GIBT ES VIEL ZU TUN. ABEND ENTSPANNE ICH MICH GERN IM GARTEN. Bewohner mit Autismus
  • Es macht mir Freude bei LebensART zu arbeiten, weil ich den Beruf Landwirt mit Leib und Seele hier ausüben kann. Das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, die Verantwortung die ich habe und die vielseitigen Tätigkeiten, wie Milchwirtschaft, Alpbetrieb und Umgang mit Menschen wirken positiv auf meine Motovation. Hans-Ueli Baumann, Landwirtschaft
  • MACHE GERN ESELEIEN. FREUE MICH WENN DIE BETREUER MITMACHEN. Bewohner mit Autismus
  • GERN BIN ICH IM BÄRAU. DIE UMGEBUNG IST GRÜN UND NATURISCH. Bewohner mit Autismus
  • In der LebensART Bärau zu arbeiten ist vielfältig, wie herausfordernd. Meine beruflichen Erfahrungen darf ich hier täglich einbringen. Weiterentwicklungen werden gelebt. Ich bin einbezogen und ein Teil davon. Regula Messerli, Leiterin Kreatives Arbeiten und Kunst
  • ICH BRAUCHE LEBEN UM MICH. SONST STEHT ALLES STILL. Bewohner mit Autismus
  • Es macht Freude die abwechslungsreiche Arbeit auszuführen, in einem guten Team zu arbeiten welches sich gegenseitig unterstützt und die verschiedenen Arbeitstagesformen der geschützten Arbeitsplätze zu begleiten. Edith Mosimann, Leiterin Textilservice
  • Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert Einstein
  • Das was ich mache bereitet mir jeden Tag Freude, auch wenn man schon etwas länger in der LebensART arbeitet und ich habe das Glück mit einem tollen Gastronomie Team zu arbeiten. Wir sind allseitig gut vernetzt in der LebensART und freuen uns auf jedes Feedback. Bruno Renggli, Leiter Gastronomie
  • BIN NICHT IMMER MOTIVIERT BEI DER ARBEIT. ABER DIE ARBEIT IST IMMER DA. Bewohner mit Autismus